Apothekenmuseum Weißenburg

Stiftung Kohl'sche Einhorn-Apotheke

Apothekenmuseum

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Die Geschichte der traditionsreichen Einhorn-Apotheke im "Blauen Haus" im Zentrum der Stadt reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Bei mehrmaligen Umbauten und Modernisierungen der Geschäftsräume war man schon in frühen Jahren darauf bedacht, das historisch wertvolle Inventar zu erhalten und in den ausgedehnten Räumlichkeiten des Dachboden zwischen zu lagern. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts hatte der damalige Apotheker Artur Binkert die Idee, in den nicht mehr genutzten Kellergewölben des Gebäudes mit dem gut erhaltene Mobiliar der alten Apotheke ein Museum einzurichten und mit noch vorhandenen Gerätschaften aus dem 19. Jahrhundert zu bestücken.

Im ersten Stock des Gebäudes ließ man die ehemalige Material- und Kräuterkammer wieder entstehen.

Der Besucher fühlt sich beim Gang durch die Museumsräume in eine andere Zeit versetzt und kann anhand der zahlreichen Ausstellungsobjekte nachempfinden, wie aufwendig es damals war, den Kunden mit den erforderlichen Salben, Tinkturen, Pillen und Heilkräutern zu versorgen.

 

 

Währen des Lockdowns nutzte man im Museum die Zeit und erweiterte die Historische Kräuterkammer um einen weiteren Raum. Beim Umräumen des Inventars, das aus vielen gefüllten Schubläden und Gefäßen aus dem 19. Jahrhundert besteht, ist so mancher Schatz ans Tageslicht gekommen. Ebenso wurde ein neues Konzept erstellt, sodass der Besucher bei den Führungen in Zukunft einen guten Einblick in den früheren Berufsalltag eines Apothekers bekommt.

Eine erfreuliche Nachricht ist die Überlassung einer Dauerleihgabe von wertvollen pharmazie- und medizinhistorischen Büchern, die bis in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurückgehen. Ebenso bereichert die Schenkung eines Herbariums aus den 1950er- Jahren mit über 100 Pflanzen das Museum.