Apothekenmuseum Weißenburg

Stiftung Kohl'sche Einhorn-Apotheke

Riechen, was gesund macht(E)

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Wie schützten sich die Menschen im 18. Jahrhundert vor grassierenden Seuchen, die als etwas Böses eingestuft waren?

Um dieses Böse abzuwehren verwendete man einen Bisamapfel, auch Pomander genannt. Eine solche Darstellung ist im Weißen-burger Apothekenmuseum im Kräuterbuch von Adam Lonitzer aus dem Jahre 1716 zu sehen. Es handelt sich um eine silberne Kugel, die man mit aromatischen Ingredienzien füllte. Man trug das kleine Gefäß an einer silbernen Kette mit sich herum und roch gelegentlich daran.

Hildegard von Bingen schreibt, dass der Bisamapfel mit Bocks-hornklee, Muskatnuss, Moschus und gerösteter und pulverisierter Welsleber gefüllt war. Der starke Geruch sollte den bösen Geist vertreiben.

Die Abstandsregel von 1,5 m war damit sicherer einzuhalten als heute!    

 

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